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Abzugsfähigkeit Werbeartikel: Finanzverwaltung: alter Regelung

Neuigkeiten in Bezug auf die steuerliche Abzugsfähigkeit von Werbeartikeln: Nachdem der Bundesfinanzhof im März d.J. entschieden hatte, die nach § 37b EStG gewährte Pauschalsteuer auf Zuwendungen ebenfalls als Geschenk zu bewerten, sodass sich eine faktische Verringerung der Wertgrenze von derzeit 35 auf knapp unter 25 Euro ergeben hätte, scheint die Finanzverwaltung diesem Richterspruch nicht folgen zu wollen. Das ergibt sich zumindest aus der Antwort auf eine von WA Media über den Steuerexperten Winfried Lappé (s. auch das Interview in den WA Nachrichten Nr. 364) an das Bundesministerium für Finanzen gerichtete Anfrage. Darin heißt es: „Die Entscheidung des BFH vom 30. März 2017 – IV R 13/14 – stützt grundsätzlich die Auffassung der Finanzverwaltung, dass es sich bei der übernommenen Steuer um ein weiteres Geschenk handelt und diese Aufwendungen dem Betriebsausgabenabzugsverbot des § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1 EStG unterliegen. Die Finanzverwaltung wird aber aus Vereinfachungsgründen an der Regelung der Randnummer 26 des BMF-Schreibens vom 19. Mai 2015 (BStBl I S. 468) weiter festhalten und dies bei der Veröffentlichung des BFH-Urteils im Bundessteuerblatt Teil II auch durch eine Fußnote kommunizieren.“ In der angesprochenen Randnummer 26 heißt es: „Die Abziehbarkeit der Pauschalsteuer als Betriebsausgabe richtet sich danach, ob die Aufwendungen für die Zuwendung als Betriebsausgabe abziehbar sind.“ Demnach würde bezüglich der Abzugsfähigkeit der pauschalen Steuer auf Geschenke alles beim Alten bleiben. Endgültige Klarheit wird die Veröffentlichung des Urteils im Bundessteuerblatt II mit der entsprechenden Fußnote geben.

Quelle: WA-Media

Die so genannte ,,Wertgrenze" (die Höchstgrenze für die steuerliche Absetzbarkeit) für Werbeartikel gibt es bereits seit dem Jahr 1960. Damals hatten Werbeartikel noch oft ein schlechtes Ansehen bis hin zum Vorwurf der Korruption und Bestechungsversuche. Daher wurde die Einführung der Wertgrenze von vielen Werbemittehändlern und Unternehmen, die Werbemittel einsetzen begrüßt. Man war froh und erleichtert, dass der Werbeartikel so nach und nach ein seriöses Ansehen erhielt. Bereits vier Jahre später wurde dann allerdings die ,,Aufzeichnungspflicht" eingeführt. Dies führte zu heftigen Diskussionen innerhalb der Werbeartikelbranche. Es musste ab 1964 aufgezeichnet werden, wer beschenkt wurde. Weitere drei Jahre später sorgte ein Artikel der Capital für gravierende Einbrüche innerhalb des Umsatzes der Werbemittelhersteller. Es wurde gemeldet, dass Werbeartikel gar nicht mehr als abzugsfähig gelten würden. Diese heftige und kontroverse Diskussion bezüglich der ,,Wertgrenze", bzw. deren Abschaffung zeigt die Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung, die klare Richtlinien für alle Beteiligten aufzeigt. Sie führte über Jahre hinweg zu Unruhen und zur Gründung von Arbeitskreisen. Selbst heutzutage stellt die steuerliche Behandlung von Werbeartikeln einen zentralen Aspekt innerhalb der Branche dar. 

Die Grenze der steuerlichen Absetzbarkeit von Werbeartikeln lag (Stand 2006) bei 35 Euro pro Jahr und Empfänger für den Netto-Kaufpreis des Artikels und ggf. zuzüglich Werbeaufdruck und Umverpackung, jedoch ohne eventuelle Versand- und Verpackungskosten. Diese Netto-Grenze gilt nur für Personen und Gesellschaften, die vorsteuerabzugsberechtigt sind. Dagegen muss ein Arzt oder Versicherungsvertreter etwa, der Werbeartikel im hochwertigen Segment abgibt, da nicht vorsteuerabzugsberechtigt, die 35-Euro-Grenze brutto rechnen. Höherwertige Werbegeschenke können aufgrund der Obergrenzen nicht als Betriebsausgabe abgerechnet werden. Die Buchhaltung muss Werbeartikelempfänger namentlich auflisten, um eine Kontrolle der 35-Euro-Grenze zu ermöglichen. Diese Regelung entfällt für sehr wertgeringe Waren, etwa klassische Streuartikel. Werbeartikel, die wie eine Prämie angeboten werden, sind von der 35-Euro-Grenze nicht betroffen. Ein Beispiel hierfür wäre ein Weizenbiergläser-Set als Produktzugabe zum Bierkasten. In anderen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz fehlen solche Abzugsgrenzen.

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Pauschalbesteuerung von Werbeartikeln

Durch eine pauschal ermittelte vom schenkenden Unternehmen zu tragende und abzuführende Steuer kann auf die Versteuerung beim Empfänger verzichtet werden. Die pauschale Steuer beträgt 33,75% der Zuwendung. Als Bemessungsgrundlage dient der Preis des Werbeartikels plus Umsatzsteuer. Diese Steuer ist  beim Schenkenden als Betriebsaufwand geltend zu machen und reduziert den Aufwand. Desweiteren muss der Empfänger über die Pauschalbesteuerung aufgeklärt werden. Entscheidet sich ein Unternehmen für diese Pauschalbesteuerung muss diese Handhabung für mindestens ein Geschäftsjahr beibehalten werden.

Die steuerliche Behandlung von Werbeartikeln spielt eine große Rolle bei der Entscheidung für oder gegen deren Einsatz. Es ist wichtig sich über die Gesetzeslage im Klaren zu sein, dann steht dem Einsatz von Werbeartikeln nichts mehr im Wege.

(Bild: Business-Wissen.de)

Neuigkeiten in Bezug auf die steuerliche Abzugsfähigkeit von Werbeartikeln: Nachdem der Bundesfinanzhof im März d.J. entschieden hatte, die nach § 37b EStG gewährte Pauschalsteuer auf Zuwendungen ebenfalls als Geschenk zu bewerten, sodass sich eine faktische Verringerung der Wertgrenze von derzeit 35 auf knapp unter 25 Euro ergeben hätte, scheint die Finanzverwaltung diesem Richterspruch nicht folgen zu wollen. Das ergibt sich zumindest aus der Antwort auf eine von WA Media über den Steuerexperten Winfried Lappé (s. auch das Interview in den WA Nachrichten Nr. 364) an das Bundesministerium für Finanzen gerichtete Anfrage. Darin heißt es: „Die Entscheidung des BFH vom 30. März 2017 – IV R 13/14 – stützt grundsätzlich die Auffassung der Finanzverwaltung, dass es sich bei der übernommenen Steuer um ein weiteres Geschenk handelt und diese Aufwendungen dem Betriebsausgabenabzugsverbot des § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1 EStG unterliegen. Die Finanzverwaltung wird aber aus Vereinfachungsgründen an der Regelung der Randnummer 26 des BMF-Schreibens vom 19. Mai 2015 (BStBl I S. 468) weiter festhalten und dies bei der Veröffentlichung des BFH-Urteils im Bundessteuerblatt Teil II auch durch eine Fußnote kommunizieren.“ In der angesprochenen Randnummer 26 heißt es: „Die Abziehbarkeit der Pauschalsteuer als Betriebsausgabe richtet sich danach, ob die Aufwendungen für die Zuwendung als Betriebsausgabe abziehbar sind.“ Demnach würde bezüglich der Abzugsfähigkeit der pauschalen Steuer auf Geschenke alles beim Alten bleiben. Endgültige Klarheit wird die Veröffentlichung des Urteils im Bundessteuerblatt II mit der entsprechenden Fußnote geben.

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